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Was wir wollen

Wir berufen uns auf Artikel 3 des Grundgesetzes. Dort heißt es: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Dieser Grundsatz muss auch für psychisch kranke Menschen verwirklicht werden. Noch immer haben diese Menschen und ihre Familien unter Ausgrenzung und Stigmatisierung zu leiden. Der selbstverständliche, tolerante Umgang mit ihnen wird durch mangelndes Wissen, durch Klischees und Vorurteile verhindert. Gegen diese Stigmatisierung und Diskriminierung kämpfen wir auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen.

Wir wollen aufgeklärte, solidarische und selbstbewusste Familien, die ihre Rechte kennen und die Hilfen einfordern, die sie zur Bewältigung ihrer schwierigen Lage brauchen.

Psychisches Leiden und seelische Behinderung sind Teil der menschlichen Existenz, sie können nicht ignoriert oder negiert werden. Wir betrachten schwere psychische Störungen als Krankheit und treten dafür ein, dass sie als solche behandelt werden. Genau wie somatische Erkrankungen können sie in den meisten Fällen erfolgreich therapiert werden. Psychisch Kranke dürfen nicht schlechter gestellt und nicht weniger ernst genommen werden als somatisch Kranke. Sie haben Anspruch auf Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und auf bestmögliche Rehabilitation.

Wir setzen uns gegenüber Behörden, Kostenträgern und politisch Verantwortlichen im Einzelnen für folgende Ziele ein:

  • Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen,
  • gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung von somatisch und psychisch Kranken,
  • eine medizinische Versorgung psychisch Kranker, die sich am Stand der Forschung orientiert und die sowohl psychisch Kranke wie auch Angehörige ernst nimmt,
  • ein niedrigschwelliges, gemeindenahes und vernetztes Versorgungsangebot, das sich an den Bedürfnissen der Schwerkranken orientiert. Dieses Angebot soll von den primären Kostenträgern und nicht von den Trägern der Sozialhilfe finanziert werden.
  • die Anpassung der Gesetzgebung an die besonderen Bedürfnisse psychisch Kranker, 
  • eine berufliche und soziale Sicherung, die psychisch Kranken und ihren Familien nicht nur einen ausreichenden Lebensstandard sichert, sondern ihnen auch die Teilhabe am Leben der Gemeinschaft ermöglicht.

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